EXTRABLATT! EXTRABLATT! Vampire und Blutsauger in Serbien entdeckt!
By Robert A. Selig
So, oder so ähnlich, könnten die Zeitungsjungen im Frühjahr 1732 ihre Leipziger Post-Zeitungen vom 5. März 1732, die Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten vom 29. April 1732, und andere Zeitungen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation angepriesen haben. Zeitungsjungen gab es im frühen 18. Jahrhundert natürlich noch nicht, und die Auflagen waren klein. Trotzdem breitete sich die Neuigkeit von Vampiren und Blutsaugern wie ein Lauffeuer von Wien aus und erreichte schnell so ziemlich jeden Winkel im Reich Kaiser Karl’s IV. Am 23. April 1732 schrieb der Pfarrer von Valdorf, einer kleinen Gemeinde etwa 15 Kilometer südlich von Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen diesen Eintrag in sein Bestattungsregister:
Um dieße Zeit wurde aus Wien vom 21 Mart. folgender denckwürdiger Casus mit ds. Worten berichtet: dem Vernehmen nach, haben ihro kaiserliche Majestät den casum mit denen sogenanten Vampyren, so in illyrischer Sprache Blutsauger heißet, wegen der dabey befindlichen Umstände, das nemlich ein schon längst verstorbener und begrabener Mensch deß Nachts zu seinen lebenden Freunden gekommen, und denen selben daß Blut dergestalt aussaugen können daß dieße dathen sterben,…
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